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Infektionen im OP

Erfahren Sie, wie Sie Kosten und unnötiges Leid verhindern können, indem Sie sich selbst, Ihre Patienten und Ihr Personal vor im Krankenhaus erworbenen Infektionen schützen.

Chirurgen, die im OP operieren
Das Risiko von postoperativen Wundinfektionen

Wir wissen, dass medizinische Fachkräfte unter dem ständigen Druck stehen, Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Pflegestandards verbessern zu müssen sowie Kreuzkontaminationen zu verhindern.

Schätzungsweise erkrankt einer von 20 Patienten an einer postoperativen Wundinfektion (SSI)   und die Rate der Exposition des Personals gegenüber dem Blut des Patienten während einer Operation liegt bei 10,4 pro 100 Eingriffe  . Die Gewährleistung der Patientensicherheit im OP und der Schutz der medizinischen Fachkräfte vor Infektionen und über das Blut übertragenen Krankheiten hat oberste Priorität.

Medizinische Fachkräfte sind häufig Pathogenen ausgesetzt. Nadelstichverletzungen, von denen es schätzungsweise eine Million pro Jahr in Europa gibt, setzen sie dem Risiko von über das Blut übertragenen Krankheiten aus, darunter Hepatitis B, Hepatitis C und HIV.

Handschuhe zum Schutz vor Infektionen

Bei der Verhinderung von Infektionen und Kreuzkontamination im OP müssen Luft, Patienten, Personal, Geräte und Oberflächen berücksichtigt werden. Wir arbeiten mit medizinischen Fachkräften zusammen, um die wirksamsten Wege zur Prävention von Infektionen und Kreuzkontamination zu finden.

OP-Handschuhe

Einfachhandschuhe

OP-Handschuhe helfen dabei, das Infektionsrisiko für medizinische Fachkräfte und Patienten zu reduzieren      – und sind einer von vielen Faktoren, die zur Verhinderung von Kontaminationen im OP beitragen      . Wenn ein Handschuh jedoch von einer Nadel durchstochen wird, geht der Schutz verloren und das Loch ist möglicherweise nicht einmal sichtbar. Bei einer Perforation der Handschuhe besteht ein erhöhtes Risiko für eine postoperative Wundinfektion   .

Manchmal wird Handschuhpuder eingesetzt, um das An- und Ausziehen der OP-Handschuhe zu erleichtern. Dies kann jedoch eine geringere Resistenz gegenüber Infektionen, eine Kontamination der Umgebung durch Bakterien, eine Fremdkörperreaktion, eine verzögerte Wundheilung, Verklebungen und Granulombildung hervorrufen    . Alle diese potenziellen Folgen können das Risiko einer postoperativen Wundinfektion erhöhen.  

Doppelhandschuhe mit Perforationsindikation:

Doppelhandschuhe mit Perforationsindikationssystem – gleichzeitiges Tragen von Unter- und Überhandschuhen – ermöglichen es medizinischen Fachkräften, Handschuhperforationen sofort festzustellen. So können sie die Handschuhe schnell wechseln und den Eingriff fortsetzen, ohne den Schutz vor einer Kreuzkontamination zu beeinträchtigen     .

In einer Studie zu bei Operationen eingesetzten Handschuhen lag die Rate von Perforationen während der Operation bei 90,2 % in der Untergruppe mit Indikationshandschuhen im Vergleich zu 23 % und 36,0 % in den Untergruppen mit Kombinationshandschuhen (zwei normale Handschuhe) und Einfachhandschuhen  .

Doppelhandschuhe reduzieren erwiesenermaßen das Risiko von Verletzungen durch Nadelstiche oder andere scharfe Gegenstände und von einer Exposition gegenüber durch Blut übertragene Krankheiten. In einer Cochrane-Studie aus dem Jahr 2014 ging hervor, dass Doppelhandschuhe das Risiko einer Perforation des inneren Handschuhs im Vergleich zu Einfachhandschuhen um 71 % verringern   .

Führende Behörden empfehlen nun den Einsatz von Doppelhandschuhen bei invasiven Operationen:

  • Centers for Disease Control and Prevention (CDC)   
  • National Association of Theatre Nurses (NATN)   
  • Association of periOperative Registered Nurses (AORN)   
  • American College of Surgeons (ACS)   
  • Royal College of Surgeons of England   
  • Australian College of Operating Room Nurses   

Verhindern von Infektionen durch OP-Bekleidung

Wir sind der Ansicht, dass die Mitarbeiterbekleidung eine entscheidende Rolle bei der Infektionsprävention spielt – indem sie die Patienten vor einer Kontamination durch das Personal schützt und saubere Luft im OP ermöglicht.

Wiederverwendbare OP-Bekleidung

Traditionelle OP-Bekleidung aus Stoff wird zwischen den Operationen gereinigt und wiederverwendet. Flecken und Abnutzung können den Schutz jedoch kompromittieren – die Leistung wird von der Qualität und der Anzahl der Reinigungen beeinträchtigt.

Einweg-OP-Bekleidung aus Polypropylen

Einweg-OP-Bekleidung wird nach der Verwendung entsorgt, wodurch das Infektionsrisiko gemindert wird. Insbesondere OP-Bekleidung aus Polypropylen sorgt für eine geringere Luft- und Wundbakterienkontamination als konventionelle Baumwoll-T-Shirts und -Hosen  .

Clean Air Suits

Ultrareine Luft im OP wird durch eine Kombination aus laminarem Luftfluss, der Anzahl von Türöffnungen, der Menge von Personen im OP sowie Clean Air Suits erreicht. Sie ist besonders bei orthopädischen und pädiatrischen Eingriffen sowie Implantationen wichtig.

Clean Air Suits wurden speziell entwickelt, um die Kontamination durch über die Luft übertragene Mikroorganismen des Personals zu reduzieren. Sie bieten einen besseren Schutz als wiederverwendbare Systeme aus Baumwolle/Polyester, da sie eine hohe Resistenz gegenüber einer Bakterienpenetration bieten,    sogar wenn eine einfache Belüftung im OP verwendet wird   .

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sollten Clean Air Suits verwendet werden, auch wenn eine laminare Luftströmung im Einsatz ist.

Verhindern von Kontaminationen von der Haut des Patienten

OP-Abdeckungen und Ganzkörperwaschung können verhindern, dass Mikroorganismen von der Haut des Patienten die Operationswunde verunreinigen und eine postoperative Wundinfektion auslösen.

OP-Abdeckungen

OP-Abdeckungen verhindern, dass Mikroorganismen bei Operationen von der Haut des Patienten auf die Operationswunde übertragen werden. Undurchlässige Materialien dienen als Infektionsbarriere und die effektive Flüssigkeitskontrolle ermöglicht einen trockeneren Arbeitsbereich. Die wirksamsten Abdeckungen haben weniger Bestandteile und sind einfach in der Anwendung – und reduzieren somit das Kontaminationsrisiko.

Hautreinigung

Durch das Ganzkörperwaschen wird die Bakterienlast der Haut reduziert und somit letztendlich auch das Risiko einer postoperativen Wundinfektion verringert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Hautreinigung:

  • Seife und Wasser: das standardmäßige Verfahren zum Waschen des Patienten. Dadurch werden die Organismen aber einfach nur verteilt: Die Bakterien werden von den naturgemäß dicht besiedelten Bereichen auf der Hautoberfläche verbreitet  .
  • Povidon-Iod: präoperative Körperwaschung mit Povidon-Iod bietet einigen Schutz. Produkte wie Blut, Eiter und Fett bei einer Operation machen sie jedoch weniger wirksam  .
  • Chlorhexidindiglukonat-Lösung: Mehrere Studien ergaben, dass eine Chlorhexidindiglukonat-Lösung bei der Gesundheitsversorgung erworbene Krankheiten in der Intensivpflege verhindern kann  . Aktuelle OP-Protokolle empfehlen, dass Patienten vor einer Operation zweimal mit einer Chlorhexidindiglukonat-Lösung duschen und vor dem Abspülen mindestens eine Minute warten  . Es verursacht ebenfalls seltener Hautreaktionen als alternative Mittel   .

'References'

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