Surgical Forum

Ergonomisches Arbeiten im OP

von Mölnlycke Health Care, Juni 24 2014Beiträge Surgical Forum

Vom  12.-13.6.2014 fand zum 18. Mal das Surgical Forum statt, dieses Mal mit dem Thema "Ergonomisches Arbeiten im OP".

75 OP-Leitungen und OP-Manager erfuhren in Köln, dass Ergonomie weit mehr als nur ergonomisch geformte Instrumente umfasst. Ergonomie ist die Lehre der optimalen Arbeitsbedingungen, allerdings  gibt es für jeden Beruf  typische Belastungen so z.B. im OP stundenlanges Stehen, statische Haltungen, Zugluft, schwere Siebe, Stress und Zeitdruck, welche die Arbeitsbedingungen negativ beeinflussen, und welche daher möglichst reduziert werden sollten. Um Belastungen zu erkennen, kann man sich das TOP-Model  (T= Technisch-bauliche Voraussetzungen, O=Organisatorische Voraussetzungen, P= Persönliche Voraussetzungen) zu Hilfe  nehmen. Frau Ammann, Expertin auf dem Gebiet der Ergonomie und selbst früher Krankenschwester und Gesundheitspflegerin, erklärte theoretisch anhand des Models den Teilnehmern wie der Arbeitsalltag entlastend im OP gestaltbar ist. Ein paar einfache Beispiele für ergonomisches Arbeiten im OP anbei:

T= höhenverstellbare Beistelltische, elektrische Patientenschleuse, Patientenlifter für adipöse Patienten

O= Modelle zur Gestaltung der Pausenzeiten, sodass jeder seine Ruhezeit bekommt, Organisation von Fortbildungen für das gesamte Team  z.B. zu Transfertechniken, Beschaffung von OP-Schuhen mit Geleinlagen oder Gelmatten

P= Kräftigungsübungen für den Stütz-und Bewegungsapparat, Entspannungsübungen während der OP, Transfertechniken

Um den Teilnehmern einige Möglichkeiten zur Belastungsreduzierung zu zeigen fanden mehrere praktische Workshops statt: Bei Wadenpower im OP lernten die Teilnehmer von Sven Sander, Physiotherapeut, wie man sich mit gezielten Entspannungs- und Kräftigungsübungen während der OP, im Pausenraum und zu Hause körperlich fit halten kann. Weiterhin hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich bei einem Transferworkshop mit Frau Angelika Ammann Tipps & Tricks zeigen zu lassen, wie Patienten am einfachsten bewegt werden können, sodass die Last nicht zur Belastung wird.

Zu den optimalen Arbeitsbedingungen zählt auch eine entsprechende Kommunikation. Dass diese in Zeiten von Stress im OP häufig leidet, wurde von Frau Brigitte Müller, mediCONcept in Ihrem Vortrag „Stress frisst Sprache“ beleuchtet. Was man in gewissen Situationen als OP-Leitung tun kann, um mit der richtigen Kommunikation ein angenehmes Arbeitsumfeld zu gestalten, konnten die Teilnehmer in Workshops erarbeiten.

Nachfolgend finden Sie die Links zu den Vorträgen:

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