Hauptfaktoren zur Prävention

Schlüsselelemente zur der Prävention – adaptiert aus National Pressure Ulcer Advisory Panel und European Pressure Ulcer Advisory Panel. Prävention und Behandlung von Druckgeschwüren: praktischer Klinikleitfaden. Washington DC: National Pressure Ulcer Advisory Panel; 2009.1

  • Risikobeurteilung – es sollte nicht nur eine Risikomanagementstrategie auf strukturierte Weise umgesetzt werden, sondern das Pflegeteam sollte insbesondere sowohl im Gebrauch der Instrumente als auch in grundlegenden Problemen im Zusammenhang mit Druckgeschwüren geschult sein. Jede Risikobeurteilung muss sorgfältig dokumentiert und später erneut bewertet werden.
  • Hautbeurteilung – der Zustand der Haut, wie Feuchtigkeit, kann die Gefahr einer Schädigung vergrößern; daher sollten eine strukturierte Beurteilung als Teil der Gesamtrisikobeurteilung eingeführt und gegebenenfalls praktische Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet werden
  • Ernährung – Beurteilung des Ernährungszustands, Überweisung an Ernährungsfachleute, falls für Unterstützung bei der Ernährung notwendig, und Beurteilung des Hydratationszustands sind insgesamt wichtige Schritte.
  • Umbetten – ein wichtiger Schritt zur Senkung des Einflusses von Druck – die Häufigkeit hängt vom allgemeinen Gesundheitszustand der Person ab, vom Zustand der Haut und von der Auflagefläche ab. Das Umbetten sollte so erfolgen, dass es zu einer Druckentlastung oder -verteilung kommt, dabei jedoch Scher-/Reibekräfte vermieden werden. Günstig ist eine um 30 Grad gekippte Seitenlage. Stellen Sie sicher, dass die Dokumentation absolut vollständig ist und das Pflegepersonal richtig geschult wurde.
  • Auflageflächen – wählen Sie eine angemessene Vorrichtung entsprechend den Bedürfnissen der Person – führen Sie regelmäßig weitere Beurteilungen durch – achten Sie besonders auf Fersen, die vollständig druckentlastet werden müssen, möglicherweise durch korrekt positionierte Kissen. Hinweis: Das NPUAP hat die Eigenschaften der verschiedenen Auflageflächen definiert.
  • Berücksichtigen Sie die Folgen für Expertengruppen – beispielsweise im Falle von Patienten, die vor einer Operation stehen, älteren Patienten, Patienten auf der Intensivstation, in der Kinderklinik – sie alle benötigen zusätzliche Pflege.